1900 bis 1949
1900Cham zählt 3'025 Einwohner
1902bis 1903
Erbauung Spritzenhaus im Kirchbüel
19069. April
Feuerwehr Cham droht mit Streik
Details in der Gründungsgeschichte.
191116. November
Ein Erdbeben - viele Hausbesitzer kamen zu Schaden
191215. Juli
Gründung des Kantonalen Feuerwehrverbandes
Im Hotel Bären in Cham findet die Gründungsdelegiertenversammlung statt. Die sechs Sektionen Zug, Baar, Cham, Menzingen, Hünenberg und Neuheim erklärten den Beitritt. Als Hauptzweck wird betont: «Das Feuerwehrwesen im Kanton Zug ist zu fördern und in kameradschaftlich-belehrendem Sinn zu wirken.»
1914bis 1918
1. Weltkrieg

1921

im November
Erste Motorspritze im Kanton bei der Feuerwehr Cham
Im November konnte die Feuerwehr Cham ihre erste Motorspritze mit Autokupplung und weiteren Geräten im Wert von 17'500 Franken anschaffen. Die vorzüglichen Leistungen der Spritze wurden durch eine öffentliche Vorführung demonstriert. Sie förderte 70'000 Liter Wasser von der Untermühle zur Scheune beim Heiligkreuz. Diese Leistung war bisher nur mit sechs Handspritzen (als saugende, übermittelnde und Druckspritze) möglich gewesen, «vom Apfelmost, den eine solche fortgesetzte Leistung verlangt hätte, gar nicht zu reden».

Die Spritze wurde renoviert und steht noch immer im Feuerwehrgebäude Cham. Sie wird oft für Hochzeiten benutzt.

Technische Daten:
Vierradmotorspritze
Baujahr: 1921
Gewicht: 1860 kg
Motor: Martini 4 Zylinder / wassergekühlt
Pumpe: Schenk Zentrifugal
Leistung: 800/1600 l/min 8/5 bar bei 3m Ansaughöhe

Im Bild auf der rechten Seite ist in der Mitte Kommandant Alois Zehnder zu erkennen.

192424. Februar
Brand der alten Post
Sie fiel wohl einer Brandstiftung zum Opfer. Den bedauernswerten Bewohnern blieb die meiste Habe in den Flammen. Die Feuerwehr war rasch auf der Brandstätte und tat ihr möglichstes. Am folgenden Sonntagmorgen war die Brandruine von glitzernden Eiszapfen überzogen.
19345. Oktober
Verlust der Getreidescheune im Frauenthal
Morgens um 4:30 Uhr ertönte in der Gemeinde Feueralarm, weil auf dem Gutsbetrieb des Klosters Frauenthal ein Grossbrand ausgebrochen war. Ihm fiel die Sägerei mit der grossen angebauten Scheune zum Opfer. Schwer beschädigt wurde auch das Verwalterhaus und die neben ihm über den Lorzenkanal führende Holzbrücke. Die Scheune enthielt die ganze Jahresernte und viel landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Zwischen den beiden Grünfuttersilos bei der Scheune befand sich ein Durchgang in den Keller, in dem Fässer Benzin, zwei volle und ein angebrochenes, gelagert wurden. Sie waren Eigentum des Baumeisters, der seit einiger Zeit mit Reparaturarbeiten auf dem Klosterareal beschäftigt war. Unglücklicherweise und fahrlässig füllte der Nachtwächter mit einer Sturmlaterne als Lichtquelle eine Giesskanne voll Benzin aus dem mit einem Hahn versehenen Fass ab und lief gegen die Kellertüre, worauf eine äusserst heftige Explosion erfolgte. Die Zündung wurde durch die am Boden kriechenden Benzindämpfe verursacht, die beim abfüllen freigeworden waren. Durch den Gang des Nachtwächters zur Türe wurden sie aufgewirbelt, mit dem notwendigen Sauerstoff vermischt und durch die Sturmlaterne entzündet.
Die umliegenden Feuerwehren waren sehr rasch zur Stelle. Trotzdem blieb der Schaden gross. Die Gebäudeversicherung deckte ihn mit rund 95'000 Franken, die Mobiliarversicherung bezahlte rund 30'000 Franken.
 9./10. Sept.
Schwere Unwetter, Hochwasser
Das Unwetter über dem Zugerland verwandelte die «breite» Automobilstrasse zwischen Zug und Cham zu einem 70 Zentimeter tiefen Bachbett. Von Steinhausen wälzten sich die Wogen über die Felder quer über die Strassen nach dem Zugersee. Die Feuerwehr fuhr auf Zweispännern zur Hilfeleistung durch die Fluten. Lastwagen blieben im Wasser stecken.
1939bis 1945
2. Weltkrieg
1944Kauf einer Motorspritze, System Braun
    Cadres mit Motorspritze 1921 vor dem Spritzenhaus
    ein aktuelles Foto der Spritze
    alte Post an der Rigistrasse
    alte Post nach dem Brand
    Frauenthal nach dem Brand
    Situationsplan Brandfall Frauenthal
    Hochwasser von 1934
    NEWS
    28.10.2017

    Am Samstag, den 28. Oktober wurde die Feuerwehr Cham um 02:13 Uhr zu einem Brand im Weiler Bibersee...

    23.01.2017