1950 bis 1999
1950Cham zählt 5'486 Einwohner
1954

20. März
Brand im Gemeindehaus
Am Samstagabend gegen 21:00 Uhr stiegen schwarze Rauchwolken langsam über dem Gemeindehaus empor und Flammen züngelten aus der Dachstockwohnung des Abwarts. Die Feuerwehr war rasch zu Stelle. Das Kanzleipersonal und die Behördenmitglieder eilten herbei, um wertvolle Akten in Sicherheit zu bringen. Das neu installierte Geometerbüro musste evakuiert werden und die wertvollen Originalpläne der Grundbuchvermessung ins Archiv gebracht werden. Die Abwartwohnung und der Estrich waren ausgebrannt und die Lehrschwesternwohnung arg mitgenommen. Schwarze, verkohlte Balken ragten am folgenden Tag in den wolkenlosen Himmel hinein. Die Brandursache wurde einem defekt des Gasbadeofens in der Abwartwohnung zugeschrieben.

Kauf einer Motorspritze, System Schenk
1962

28. April
Restaurant Hagendorn durch Brand zestört
Kurz nach 16:00 Uhr brach in einem kleinen, zwischen dem Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Restaurants Hagendorn und der Werkstatt vom Zimmermeister Josef Leu stehenden Schopf, ein Brand aus. Durch den starken Wind angefacht, griff er auf die zwei mit einem Zwischentrakt verbundenen Häuser über und zerstörte diese bis auf den ersten Stock. Eine Zeitlang war auch die nahestehende, vor wenigen Jahren neu erbaute Scheune des Emil Wyss stark gefährdet. Alarmiert wurden die Kommandogruppe und das Pikett Hagendorn, die den Hydrantenwagen und die Motorspritze aus dem Depot Rumentikon herbeischaffen mussten. Durch den Wind erfolgte eine Totalverrauchung der Wohnung Häni über dem Saal und der Wohnung Leu im Haupttrakt. Kurt Häni erlitt eine schwere Rauchvergiftung und musste ins Spital Cham verbracht werden. Die Rohrführer konnten nur mit Pressluftgeräten operieren. Die alte Bauart des Hauses, bei der die Hohlräume in den Wänden und Böden mit Stroh und ähnlichen Materialien zugestopft waren, erschwerte neben dem herrschenden Wind die Löschaktion. Ein beschleunigter Rückzug musste wegen des Einsturzes eines freistehenden Kamins befohlen werden. Bei diesem Brand standen mutige Feuerwehrmänner unter ständiger Lebensgefahr im Einsatz.

1964

Die ersten Fahrzeuge für die Feuerwehr Cham
Für Atemschutz, Pionier- und Löschdienstmaterial werden zwei neue Fahrzeuge beschafft. Ein Landrover und ein VW-Bus.

1968

1. März
Grossbrand Pawefa AG
Morgens um 04:20 Uhr wurde die 120-köpfige Gemeindefeuerwehr mit Sirenen und Petarden aufgeboten. Am Himmel zeichnete sich ein weithin sichtbarer roter Schein ab. In der Brandnacht lagerten in den oberen Geschossen 75 Tonnen Paraffin in Boxen. In den Kellerräumen befanden sich 20 Tonnen Bitumen. Ruhig und überlegt arbeitete die Feuerwehr. Doch mit Wasser allein war dem Feuer nicht beizukommen. Aufgeboten wurden noch die Feuerwehren der Stadt Zug und des OKK-Betriebs- und Brennstofflagers Rotkreuz, die mit ihren Staublösch- und Gasschutzgeräten nachbarschaftliche Hilfe leisteten. Im nördlichen Teil des grossen Gebäudekomplexes musste die Schreinerei von Franz Moser vom Feuer abgeschnitten werden. Trotz den aussergewöhnlichen Verhältnissen auf dem Brandplatz arbeiteten die Feuerwehren gut und diszipliniert. Erst bei Tageslicht konnte man sehen, wie verheerend das Feuer gewütet hatte. Der Schaden an Gebäuden, Maschinen und Rohstoffen hat die Zwei-Millionen-Grenze überschritten.

1970

Cham zählt 8'209 Einwohner

1971

20. Januar
Erneuter Grossbrand Pawefa AG
Nach dem Brand von 1968 bestrebte Pawefa, den Betrieb an der gleichen Stelle wieder aufzubauen, scheiterten aber an der Einsprache der Gemeinde Cham im Hinblick auf die Kernzonenplanung. Die Firma fand in Hünenberg Gelegenheit den Betrieb weiterzuführen. Ein Teil der Produktion war bereits verlegt, als am 20. Januar die noch bestehenden Fabrikationsanlagen in Cham wiederum in Vollbrand standen. Es wurde wieder die Betriebsfeuerwehr des OKK-Lagers Rotkreuz aufgeboten. Ihre Schaumkanonen bekämpften den Brand wirksam.

1972Beschaffung des ersten Tanklöschfahrzeuges TLF 1972
1974Entschluss der Gebäudeversicherung eine einheitliche Gesamtalarmstelle einzuführen
19787. Juli 
Vollbrand einer Lagerhalle
Um 4:30 Uhr brach im Baumagazin, zwischen den Bahngeleisen und der Luzernerstrasse gelegen, ein Brand aus. Schnell stand das Lagerhaus, welches hauptsächlich aus Holz erbaut wurde, im Vollbrand. Es kam zu verschiedenen kleinen und einer sehr starken Detonation, die auf berstende Sauerstoff- und Acetylenflaschen zurückzuführen waren.
 2. August 
Grossbrand zerstört Chamer Neudorf-Komplex
Es waren noch nicht alle Festfreudigen der zugerischen Bundesfeiern zu Hause, als um 2:00 Uhr in der vierteiligen Neudorf-Überbauung Feuer ausbrach. Die Flammen fanden im alten Gebälk und im Lager des Brockenhauses reichlich Nahrung. Zur Unterstützung wurde das Gasschutz-Korps samt Schaumkanone der Stützpunktfeuerwehr FFZ angefordert. Auch die Feuerwehr Hünenberg eilte zu Hilfe. Es standen rund 200 Mann im Einsatz. Es entstand ein Millionenschaden. Später wurde dort das heutige Neudorfcenter erbaut.
197924. Juni 
Brand der Maschinenfabrik Cham
Nach 16:00 Uhr wurde jener Gebäudeteil der ehemaligen Maschinenfabrik, der bis zum Vortag als Rollenlager der Papierfabrik diente, durch den Brand völlig zerstört. Das Kommando erliess ein Grossaufgebot wegen der starken Feuerausdehnung und der zentralen Lage mitten im Dorf. Die Feuerwehr stand vor einer schwierigen Aufgabe, zeigte sich doch der ganze Gebäudekomplex bei ihrem Eintreffen im Vollbrand. Zusammen mit der Stützpunktfeuerwehr und der Betriebsfeuerwehr der Papierfabrik standen unter der Einsatzleitung 190 Mann im Einsatz. Ihnen gelang die Rettung der Nebenbauten und angrenzenden Lager. Der Verkehr musste zum Teil umgeleitet werden und es entstand erheblicher Stau. 
1982Beschaffung Atemschutzfahrzeug Ford Geser
198728. Februar
Brand an der Seestrasse fordert zwei Todesopfer
Die tragische Brandnacht spielte sich in einem mehrheitlich aus Holz gebauten und im Umbau befandenden Sechsfamilienhaus an der Chamer Seestrasse ab. Eine Minute nach Mitternacht erfolgte das Aufgebot der Feuerwehr. Doch der Atemschutz konnte vorerst wegen der sehr grossen Hitze nicht in die Wohnung eindringen. Mit einem Schaumteppich wurde die notwendige Abkühlung erwirkt. Die benachbarte SBB-Fahrleitung und Gasleitung musste abgeschaltet werden. Angefordert wurde der Atemschutz der Stützpunktfeuerwehr. Die Männer bekämpften den Brand mir grossem persönlichen Engagement. Aus der Brandruine konnte ein 52 jähriger nur noch tot geborgen werden. Er erlag einer Kohlenmonoxidvergiftung. Mit einem Leintuch hatte sich ein 74jähriger aus dem Fenster seines Schlafzimmers abgeseilt, war dabei jedoch gestürzt. Er stand unter Schock, war nicht mehr ansprechbar und starb nach wenigen Wochen im Spital

Beschaffung VW-LT 35 Verkehrsdienstfahrzeug

Beschaffung Mowag Pulverlöschfahrzeug
Das Fahrzeug diente vor allem zum Ziehen der alten Anhängeleiter und wurde 1993 infolge Schäden am Differenzialgetriebe an die FFZ zurückgegeben.

1988100 Jahre Feuerwehr Cham 
Cham wird zu Stadt, der 10'000-ste Einwohner wird begrüsst 
199027. Februar
Orkan Vivian
1991

Beschaffung TLF 1991 und Isuzu 1991

1992

Beschaffung Leiternfahrzeug ML-18 

1996

3 neue Fahrzeuge
- Atemschutzfahrzeug als Ersatz für den Ford Geser
- Mannschaftstransporter Sprinter
- Pikett- und Vorausfahrzeug

199926. Dezember
Orkan Lothar
    Das Gemeindehaus nach dem Brand
    Die Brandursache des Gemeindehausbrandes
    Die Feuerwehr im Einsatz beim Restaurant Hagendorn. Seit dem Wiederaufbau heisst das Restaurant "Leue".
    Pawefa Brand 1968
    Pawefa Brand 1971
    Orkan "Lothar" von oben
    NEWS
    28.10.2017

    Am Samstag, den 28. Oktober wurde die Feuerwehr Cham um 02:13 Uhr zu einem Brand im Weiler Bibersee...

    23.01.2017