1700 bis 1799
1703 im April
Zigeuner brennen ein Scheuerlein nieder
«Im April feuerten einige Heiden (so nannte man die herumziehenden Zigeuner) in einem Scheuerlein unter dem Frauenthaler Wald an der Reuss, wobei das Scheuerlein in Flammen aufging. Einige Heiden wurden eingebracht, die Strafe war, dass man die Heiden scheren und ihnen das lange Haar durch den Nachrichter abschneiden liess  und sie aus dem Land verbanne auf immer». Darunter war auch Friedrich Kleinberger, ein alter Heide, dem das Land schon früher verboten war (Ratsbeschluss vom 27. April 1703).  
1712 24. Juli
2. Villmergerkrieg
  26. Juli
Zürcher brennen fast alle an der Grenze liegenden Gebäude nieder
Zur Zeit des zweiten Villmergerkrieges legten die eindringenden Zürcher in der Morgenfrühe alle an der Zugergrenze liegenden Häuser, Scheunen und Trotten in Asche. Über 42 Firsten, darunter 11 Trotten zu Einikon, wurden zerstört. Einiges Vieh wurde als Beute weggeführt. Die eingesammelten Früchte verbrannten, die späteren Früchte, wie Sommerkorn, Gerste und Hafer wurden abgemäht und mitgenommen. Die fruchtbaren Obstbäume wurden umgehauen, es kamen 143 Personen um Hab und Gut. Stadt- und Amtsrat stellten Steuerbriefe aus. Die Baarer Josef Steiner und Christian Hotz sammelten in Glarus und Appenzell und in den Landvogteien Sargans, Rheintal, Uznach und Gaster; Klemens Langenegger und Beat Oswald Hotz in Freiburg und im Wallis. Den 22. Juni schickte Zürich eine Gabe von 500 Florin (300 für Baar und 200 für Rumentikon).  
1769 im August
Blitz zerstört den Kirchturm der Frauenthaler Klosterkirche
1770 Das Kloster Frauenthal beschafft ein Schlagspritze, Hergestellt von Caspar Paur, Kupfer-Schmid «Feuer-Sprützen-Macher»
1771 Cham zählt 839 Einwohner
1780 Frühling
Zuger Rat befiehlt den Vogtleuten in Cham eine Feuerspritze zu beschaffen
Gleichzeitig müssen auch die Feuereimer überprüft werden. Offenbar folgten die Chamer diesem Aufruf bald, denn die Zuger erlaubten den Bau eines Spritzenhäuschens und den Kauf von 1'500 Ziegeln für dessen Dach.

1791 27. November
Wirtshaus Raben abgebrannt
Am Abend des 27. November brannte das alte Wirtshaus zum Raben in Cham ab, das dem Joseph Baumgartner gehörte und welcher Lehensleute im Hause hatte. «Ein junger lediger Mensch, der vom Hirten heimkehrte, wollte den ihm bekannten Leuten noch einen Besuch abstatten. Wie er näher kam, sah er in der Küche Feuer herumfahren. In der Meinung, die Leute hätten noch etwas zu kochen, fragte er mit verkehrter Stimme, ob sie so spät noch köcheln wollten? Oder ob noch jemand z‘Licht kommen wolle? Da ihm niemand Bescheid gab, war es ihm nicht ganz recht; er klopfte sehr stark an das Haus, aber niemand liess sich merken. Da machte er Lärm bei den nächsten Häusern. Die Nachbarn kamen eiligst, sprengten alle Türen ein, weckten die Leute im Hause, die sonst alle verbrannt. Vieles konnte noch gerettet werden. Einer, mit dem Namen Stoffel, kam erst vor 2 Stunden von einer Handelsreise nach Hause. Bei der Flucht vergass er einen Beutel mit 500 Gulden mitzunehmen. Sein Schwager stieg mit einer Leiter ins Zimmer und errettete das Geld. Die Brunst entstand aus Unvorsichtigkeit beim Löschen des Feuers nach dem Kochen. Hin und wieder, zunächst dem Feuerherd lagen Späne.»  
1795 18./19. Feb.
Die grosse Brunst von Zug
Zu diesem Stadtbrand kam Hilfe von nah und fern.
Von unserem Lande: die treuen Angehörigen von Cham, Hünenberg, Steinhausen, Gangoldschwyl (Risch) und Walchwil, letztere etwas später als die übrigen, da sie das Feuer erst später gewahrten. Dann kamen die Landleute von Ägeri, Menzingen und Baar.
Vom Ausland, ausser Kanton Zug: das Knonaueramt, Horgen, Wäden- und Richterschwil und andere aus dem Zürichergebiet. Die Benachbarten von Schwyz: Arth und Küssnacht. Aus dem oberen Freiamt und sogar von der Stadt Bremgarten erschien eine Feuerrotte und nachts um 10 Uhr des 19. Februar langte auch eine abgeordnete Mannschaft von dem Ehrw. Abt Beat von Einsideln an, die auch erst auf zufällig dahin gekommene Nachricht abgeschickt wurden.

1798 Französische Invasoren (Napoleon) marschieren von Sins nach Cham  
    Schlagspritze von 1770 Kloster Frauenthal
    NEWS
    28.10.2017

    Am Samstag, den 28. Oktober wurde die Feuerwehr Cham um 02:13 Uhr zu einem Brand im Weiler Bibersee...

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